Grundlagen/Wind


Die Fortbewegung eines Buggys erzeugt der Wind. Durch diese Art Antriebsenergie ist das Buggyfahren eine besonders umweltfreundliche Sportart.

Um den Wind dafür nun richtig auszunutzen, musst du einiges über ihn wissen. Versuche so genau wie möglich zu beobachten; du musst ihn richtig "fühlen" !

 

Windstärke

Die Windstärke ist unterschiedlich. Manchmal weht der Wind schwach, manchmal sehr stark. Das Maß bzw. die Maßeinheit für die Windstärke heißt "Beaufort"; Abkürzung "bft". Wie in der unteren Tabelle gezeigt, wird sie nach Beaufort in eine Skala unterteilt:

Die Auswirkungen sind von der Windstärke abhängig. Schau doch mal zum Fenster raus (aber nicht gerade im Deutschunterricht - sonst gibt's Ärger!) und beobachte z.B. die Blätter eines Baumes. Versuche anhand der Auswirkung die Zuordnung in bft einzuschätzen. 

 

Windstärke Beaufort- Skala in "bft" Geschwindigkeit in "km/h" Auswirkung
Windstille 0 0 bis 1,5 Rauch steigt senkrecht auf

Leiser Zug 1 1,5 bis 6,0 Rauch steigt schräg auf

Leichte Brise 2 6,0 bis 11,0 Blätter säuseln

Schwache Brise 3 11,0 bis 20,0 Blätter und kleine Zweige bewegen sich

Mäßige Brise 4 20,0 bis 28,0 Dünne Äste bewegen sich

Frische Brise 5 28,0 bis 35,0 Kleine Laubbäume schwanken

Starker Wind 6 35,0 bis 45,0 Wind heult um Hausecken

Steifer Wind 7 45,0 bis 56,0 Fühlbare Hemmung beim gehen

      
Es wird schon langsam klar, daß wenige "bft's" wenig Kraft und viele "bft's" viel Kraft haben und auch erzeugen. 
Daraus ist schon ersichtlich, daß die Wahl deines Zugschirms besonders von der Windstärke abhängt, ungefähr so:

Kleine Windstärke (=> wenig Kraft)    ===>    großer Schirm.

 Große Windstärke (=> viel Kraft)       ===>    kleiner Schirm.

Die Wahl des Zugschirms hängt außerdem auch von deinem Körpergewicht ab. Bist du ein "Fliegengewicht" darf der Zugschirm (abhängig von der Windstärke) nicht allzu groß ausfallen, sonst fliegst du einfach weg.

 

 

Windrichtung

Versuche auch mal die Richtung des Windes zu ermitteln. Woher kommt er? Dazu kannst du Bäume, Flaggen, Windsäcke, Rauch oder Anderes beobachten. Wenn nichts davon da ist, kannst du deinen Finger anfeuchten und die Windrichtung erfühlen.

Die Richtung ist besonders für den Start des Zugschirms wichtig, sowie für die Fortbewegungsrichtung des Buggy's. Je nach dem wie und wo du deinen Zugschirm in den Wind steuerst, entwickelt er mehr oder weniger Zugkraft. Dazu betrachten wir mal die untere Abbildung, nämlich das Windfenster.

 

 

In der Mitte des Windfensters ist die Zugkraft am stärksten und nimmt zum Rand hin ab. Im Bild ist dies an den Farben erkennbar. Der schwarze Bereich bedeutet viel Zugkraft, in diesem Bereich ist Vorsicht geboten. Sollten deine Kräfte nachlassen, dann steuer zum Rand hin oder nach oben in die "Parkstellung" (praktisch über deinem Kopf); hier ist die Zugkraft am geringsten und du kannst dich etwas ausruhen. Das Windfenster ergibt den maximal möglichen Flugbereich eines Zugschirms (ohne Buggy). Mit Buggy kann nur ein Teil des Windfensters zum Fahren genutzt werden.

Wichtig ist, daß du den Umgang mit dem Zugschirm im Windfenster erst ohne Buggy übst. Mit Buggy dann später.

 

Es gibt natürlich auch weitere "theoretische" Betrachtungen zum Thema Wind. Dies soll aber hier zum Einstieg erst'mal genügen.