Grundlagen/Ausrüstung


Zur kompletten Ausrüstung für das Buggyfahren gehören drei wichtige Anteile:

 

Die Schutzkleidung

Bei Sonne am Strand brauchst du nicht so viel. Da sind ein Helm, feste Schuhe und vielleicht eine Sonnenbrille nötig.

Denk daran:

Helm ist Pflicht !

Dazu  eignen sich Fahrradhelme, Skaterhelme und andere. Der Helm muß richtig sitzen und sollte kein Visier oder Blendenschirm haben, diese würden sonst die Sicht nach oben einschränken.

Festes Schuhwerk ist wichtig, damit du guten Halt auf den Fußrasten erhältst.

Bei festem Untergrund ist feste Kleidung angebracht, auch ein Regenkombi kann gegen Spritzer nützlich sein. Später wenn das Fahren schneller wird ist eine geschlossene Brille, die Flugsand oder Matschspritzer abhält ganz gut. Und auch Fahrradhandschuhe können gute Dienste leisten.

 

 

Der Zugschirm

Der Zugschirm wird auch Matte oder Drachen bezeichnet. Wird der Zugschirm in den Wind gehalten, so zieht er den Buggy vorwärts. Der Schirm hat keine Stäbe wie ein Lenkdrachen, er wird über Leinen in der Hand gehalten und wird hierdurch gelenkt.

Die Schirme werden entweder von 2 Leinen oder von 4 Leinen gehalten. Sie heißen dann "Zweileiner" oder "Vierleiner". Die meisten sind Vierleiner.

In den Händen werden für Zweileiner meist Handschlaufen, bei Vierleiner Griffe (auch Handles genannt) genutzt.

Im Bild unten ist ein Zugschirm abgebildet mit all seinen Bestandteilen.

 

G1 Griff 1 (links)
G2 Griff 2 (rechts)
S1 Steuerleine 1 (links)
S2 Steuerleine 2 (rechts)
B1 Bremsleine 1 (links)
B2 Bremsleine 2 (rechts)
HW1 Hauptwaage 1 (links)
HW2 Hauptwaage 2 (rechts)
BW1 Bremswaage 1 (links)
BW2 Bremswaage 2 (rechts)
SK Schleppkante Zugschirm
L Lufteintrittsöffnungen Zugschirm

 

Schirme gibt es in verschiedenen Größen. Die Schirmgröße wird in "Quadratmetern" (qm) angegeben und ist ein Maß für die Fläche die im Wind den Vortrieb erzeugt. Auch hier wieder:

Starker Wind  ===> kleiner Schirm mit wenig Quadratmetern    
Schwacher Wind  ===> großer Schirm mit viel Quadratmetern     

 

Im Handel werden Schirme von zwei bis zehn Quadratmetern (manchmal mehr) angeboten. Sie werden der Größe nach in 3 Gruppen eingeteilt:

kleine Zugschirme mittlere Zugschirme große Zugschirme
2-3 qm 4-6 qm 7-10 qm

 

Weiter werden Zugschirme in drei Kategorien eingeteilt, nämlich:

Einsteiger Intermediate Hochleister

 

Gerade für dich zum anfangen ist ein kleiner Einsteiger richtig. Dabei ist es wichtig, daß er ein weiches und gutmütiges Flugverhalten hat und nicht zu schnell ist. Auch bei Böen sollte er stabil kontrollierbar sein. Später wenn du schon geübt bist, kannst du dann auch andere ausprobieren.

Die Schnüre haben meist eine Länge von 15-25m. Grob kann man sagen:

Starker Wind  ===> kurze Schnüre 
Schwacher Wind  ===> lange Schnüre

Die Schnüre sollten aus nicht dehnbarem Material bestehen. Dieses heißt dann "Spectra" oder "Dyneema". Die Belastbarkeit der Flugschnüre sollte je nach Windstärke und Zugschirmgröße im Bereich von 130-200daN, die der Bremsschnüre im Bereich von 70-130daN liegen.

Die Griffe (oder Handles) haben eine Länge von 30 bis 40cm und sind leicht angewinkelt. Sie sollten eine gute Polsterung für eine gute Griffigkeit haben. Die Flugschnüre werden oben, die Bremsschnüre unten befestigt.

 

 

Oft sind die Griffe zweifarbig ausgeführt, dann ist der rote immer der rechte Griff.

 

Also zum Anfangen benötigst du:

- wenn du dich für einen Zweileiner entscheidest:

- einen kleinen (2-3qm), Zweileiner, Einsteiger Zugschirm
- einen Satz Schnüre (2XFlugschnüre, ca. 25m lang, Dyneema ca. 130daN)
- zwei Handschlaufen oder Rollen.

- wenn du dich für einen Vierleiner entscheidest:

- einen kleinen (2-3qm), Vierleiner, Einsteiger Zugschirm
- einen Satz Schnüre (2XFlugschnüre und 2XBremsschnüre, ca. 25m lang, Dyneema ca. 130daN)
- zwei Handgriffe (Handles), ca. 30cm lang.

Zum Buggyfahren werden meist Vierleiner genutzt. Sie bieten einige Vorteile im Bereich der Steuerung.

Wie du deine ersten Startversuche machst, ist in der Rubrik "Der Anfang" beschrieben.

 

 

Der Buggy

Der Buggy, auch Parakart genannt, ist ein Fahrzeug mit mindestens zwei - üblicherweise drei Rädern. Er wird von einem Zugschirm angetrieben. Dieser Zugschirm wird vom Piloten gesteuert und darf nicht am Buggy befestigt werden. Der Pilot sitzt in einem Sitz und steuert den Buggy mit den Füßen am Vorderrad. Hier befinden sich zwei Fußrasten. Der Buggy hat keine Bremse. Gebremst wird durch Fahrtechnik.

Es gibt mittlerweile eine ganze Menge Anbieter von Buggy's. Die Palette reicht von kleinen, einfachen bis hin zu den richtig großen, profimäßigen. So verhält sich auch der Anschaffungspreis. Ein Eigenbau ist aber auch möglich. Die Buggy's unterscheiden sich in der Materialwahl, Abmessungen, Verarbeitung und Eignung für Piloten unterschiedlicher Statur und Alter.

Wesentliche Unterschiede findet man in der Bereifung. Es gibt Standardräder (das sind Schubkarrenräder), Scheiben- oder Speichenräder (das sind schmale Räder) und Moon-Räder (das sind breite Räder). Die Wahl der Bereifung hängt vom Untergrund ab.

Standardräder geeignet für einen breiten Einsatzbereich
Speichenräder gute Seitenführung, wenig Rollenwiderstand, nachteilig bei weichem Sand, da sie sehr tief einsinken
Moon-Räder geeignet für sandigen Untergrund, allerdings größerer Reibungswiderstand

Für den Anfang sind auf jeden Fall die Standardräder geeignet. Diese kannst du auf Wiesen, am Strand, auf Schotter,... nutzen. Bei der Suche nach dem für dich geeigneten Buggy solltest du auf jeden Fall darauf achten, daß er für deine Körpergröße geeignet bzw. darauf einstellbar ist. Wenn du noch unsicher zum Kauf bist, dann besteht auch die Möglichkeit einen für überschaubare Kosten auszuleihen. Schau dich um!